Wasch-, Räum- und Winterdienste unterwegs

Sie sorgen dafür, dass die Straßen sauber und geräumt sind. Damit machen die Wasch-, Räum- und Winterdienste einen sicheren Straßenverkehr erst möglich.

Frühmorgens, lange bevor bei den meisten Menschen der Wecker klingelt, sind sie schon unterwegs – die fleißigen Winterdienstlerinnen und -dienstler. Ob mit schwerem Gerät oder nur mit einer Schneeschaufel „bewaffnet“, räumen sie den Schnee von Straßen, Gehsteigen, Wegen und Plätzen beiseite, damit wir alle wie gewohnt zur Arbeit oder zur Schule gelangen können. Je nach Größe des Einsatzgebiets beginnt eine Frühschicht zwischen zwei und vier Uhr nachts.

Modernste Geräte

Eine Herausforderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es oft, selbst zur Arbeit zu kommen. Denn bevor sie beginnen, sind die Straßen noch nicht geräumt und/oder rutschig. Dann aber geht es mit modernst ausgestatteten Geräten los, die eine effektive Schneeräumung ermöglichen. Der Arbeitsplatz in einem Winterdienstfahrzeug ist heute wesentlich komfortabler geworden als noch vor Jahrzehnten. Die Fahrerkabine ist gut beheizt und die Bedienung von Schneepflug- oder Fräsensteuerung erfolgt ohne Kraftaufwand. Allerdings sind die Bedienpulte durch die Erfassung verschiedenster Daten auch viel komplizierter als noch vor wenigen Jahren. Die Aufzeichnung von GPS-Daten, Geschwindigkeit, Schneepflugeinsatz, Streugutart und -menge pro Quadratmeter und vielem mehr ist heutzutage Standard. Sie dient zur Beweisführung vor Gericht, sollte es zu einem Unfall kommen.

Genaue Richtlinien

Grundsätzlich räumen und streuen die Winterdienstunternehmen nach genauen Richtlinien. Zumindest im Einsatz auf öffentlichen Straßen werden diese als Grundlage für die Einsatzplanung herangezogen. In diesen Richtlinien werden die Straßen in verschiedene Kategorien eingeteilt, für welche wiederum verschiedene Mindestanforderungen für den Winterdienst vorgeschrieben werden. Auch verschiedene Wetterlagen spielen bei den Bestimmungen eine Rolle. So wird z. B. geregelt, bis wann bei Straßen bestimmter Kategorien geräumt und gestreut werden muss und wie lange ein Durchlauf dauern darf. So sind beim höherrangigen Straßennetz kürzere Durchlaufzeiten vorgeschrieben als bei Straßen, wo nur wenige Fahrzeuge fahren. Ebenso kommt es auch darauf an, ob ein Personenlinienverkehr oder ein Schulbus dort fährt oder nicht. Im privaten Bereich und unter Firmen werden meist individuelle Vereinbarungen getroffen. Hier müssen die Richtlinien nicht angewendet werden.

Herausforderungen

Die Probleme, mit denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Winterdienst zu kämpfen haben, sind falsch parkende Fahrzeuge, zu wenig Platz für die Schneelagerung, aufgegrabene Straßen, in die Fahrbahn hängende Äste und Hecken (oft durch Schneedruck) und schimpfende Menschen, die ihren Frust über den Winter an ihnen auslassen. Manchmal wird nicht verstanden, dass ein Schneepflug den Schnee nur zur Seite schieben, aber nicht mitnehmen kann. Das ist gerade bei Siedlungen problematisch, da speziell im Land Salzburg aufgrund der hohen Grundstückspreise sehr wenig Platz für die Schneelagerung eingeplant wird. Die Bevölkerung wird darum gebeten, Verständnis für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Winterdienstes zu zeigen und ihre Arbeit nicht unnötig zu erschweren. Dazu gehört: das Fahrzeug nur auf ausgewiesenen Parkflächen parken, rechtzeitig vor dem Winter Bäume und Hecken zurückschneiden und, wenn man auf einer engen Straße einem Schneepflugwagen oder Streufahrzeug begegnet, nicht auf dieses zu-, sondern vorausschauend fahren und rechtzeitig ausweichen. Achtung: Ein Räumfahrzeug muss bei größerer Schneemenge mit einer bestimmten Mindestgeschwindigkeit fahren, da sonst der Schnee nicht ordentlich von der Fahrbahn geräumt werden kann!

BILD: SN/TRANSPORTE ZAGLER
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